Conversion-Tracking für Werbekampagnen: So messen Sie den Erfolg
Viele Werbetreibende wissen, wie viele Klicks ihre Kampagne gebracht hat, aber nicht, wie viele Bestellungen, Anfragen oder Anmeldungen daraus entstanden sind. Genau das beantwortet Conversion-Tracking. Dieser Beitrag erklärt die Grundlagen: Was Conversions sind, wie UTM-Parameter funktionieren und wie Sie daraus die Kosten pro Ergebnis berechnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Klicks und Impressionen zeigt das Werbe-Dashboard. Was nach dem Klick passiert, messen Sie auf Ihrer eigenen Seite mit Conversion-Tracking.
- UTM-Parameter in Links zeigen, aus welcher Kampagne ein Besucher kam.
- Aus Conversions und Kosten berechnen Sie die Kosten pro Ergebnis und entscheiden, wohin Budget fließt.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Conversion?
- Warum Tracking wichtig ist
- UTM-Parameter: Herkunft der Besucher markieren
- Ziele und Ereignisse einrichten
- Kosten pro Conversion berechnen
- Auswerten und Budget verschieben
- Typische Fehler beim Tracking
- Kennzahlen im Überblick
- Tracking sauber dokumentieren
- Häufige Fragen
Was ist eine Conversion?
Eine Conversion ist eine gewünschte Handlung nach dem Klick auf eine Anzeige: ein Kauf, eine Anfrage, eine Anmeldung, ein Download oder ein Anruf. Welche Handlung zählt, legen Sie selbst fest. Die Conversion-Rate gibt an, welcher Anteil der Besucher die Handlung ausführt.
Warum Tracking wichtig ist
Das Dashboard eines Werbenetzwerks zeigt Impressionen, Klicks, Klickrate und Kosten. Was danach passiert, sieht nur Ihre eigene Seite. Ohne Messung wissen Sie nicht, ob eine Anzeige mit vielen Klicks wirklich Kunden bringt, und können Budget nicht gezielt verteilen.
UTM-Parameter: Herkunft der Besucher markieren
UTM-Parameter sind Zusätze an einer Internetadresse, mit denen Sie die Herkunft eines Klicks kennzeichnen. Sie tauchen in Ihren Statistik-Werkzeugen auf. Gängig sind drei Parameter:
- utm_source: Woher kommt der Besucher? Zum Beispiel adsovo.
- utm_medium: Welche Art von Kanal? Zum Beispiel display.
- utm_campaign: Welche Kampagne? Zum Beispiel herbstaktion.
Ein Beispiel für eine Zieladresse: ihre-seite.de/aktion?utm_source=adsovo&utm_medium=display&utm_campaign=herbstaktion. Tragen Sie diese Adresse beim Anlegen der Anzeige als Zielseite ein. Besucher dieser Anzeige lassen sich dann in Ihrer Statistik von anderen unterscheiden.
Ziele und Ereignisse einrichten
Richten Sie in Ihrem Statistik-Werkzeug Ziele für die gewünschten Handlungen ein, etwa den Aufruf einer Danke-Seite nach einer Bestellung oder das Absenden eines Formulars. So sehen Sie, wie viele Besucher aus welcher Kampagne eine Conversion ausgeführt haben. Beachten Sie dabei Datenschutz und Einwilligung, mehr auf der Seite Werbung und Datenschutz.
Kosten pro Conversion berechnen
Die wichtigste Kennzahl ist der Preis pro Ergebnis. Formel: Werbekosten geteilt durch Conversions. Beispiel: Sie geben 50 Euro aus, erhalten bei 0,15 Euro je Klick rund 333 Klicks und aus diesen 8 Bestellungen. Dann kostet eine Bestellung etwa 6,25 Euro Werbekosten. Liegt Ihr Gewinn pro Bestellung darüber, lohnt sich die Kampagne.
Die Beispielrechnung ist eine Veranschaulichung mit den Standardpreisen, keine Prognose. Mehr zur Klickrate im Beitrag Was ist die CTR?.
Auswerten und Budget verschieben
- Alle Anzeigen mit UTM-Parametern versehen.
- Nach ein bis zwei Wochen Klicks, Conversions und Kosten je Anzeige vergleichen.
- Anzeigen mit schlechten Kosten pro Conversion pausieren.
- Budget zu den besten Anzeigen und Themen verschieben.
- Ergebnisse dokumentieren und neue Varianten testen.
Typische Fehler beim Tracking
- Keine einheitliche Benennung der UTM-Parameter.
- Conversions werden nicht eingerichtet oder doppelt gezählt.
- Zu kurze Beobachtungszeit mit zu wenigen Daten.
- Datenschutz und Einwilligung werden vergessen.
Kennzahlen im Überblick
Diese Kennzahlen gehören zur Erfolgsmessung:
- Klickrate (CTR): Klicks geteilt durch Impressionen, siehe Was ist die CTR?.
- Kosten pro Klick (CPC): Werbekosten geteilt durch Klicks.
- Conversion-Rate: Conversions geteilt durch Besucher.
- Kosten pro Conversion: Werbekosten geteilt durch Conversions.
- Wert pro Conversion: Was ein Ergebnis für Ihr Unternehmen im Schnitt wert ist.
Tracking sauber dokumentieren
Legen Sie eine einfache Tabelle an, in der Sie Kampagnennamen, UTM-Werte, Zeitraum, Budget, Klicks, Conversions und Kosten pro Conversion eintragen. So behalten Sie den Überblick und können Ergebnisse später vergleichen. Einheitliche Namen verhindern, dass dieselbe Kampagne in der Auswertung mehrfach auftaucht.
Häufige Fragen
Brauche ich Conversion-Tracking für kleine Kampagnen?
Es lohnt sich, sobald Sie mehr als nur Klicks wissen möchten. Schon einfache Ziele zeigen, ob die Werbung Ergebnisse bringt.
Was kostet Conversion-Tracking?
Viele Statistik-Werkzeuge bieten Grundfunktionen kostenlos. Aufwand entsteht vor allem bei Einrichtung und Auswertung.
Muss ich Besucher um Einwilligung bitten?
Je nach Werkzeug und Einstellung ist eine Einwilligung nötig. Lassen Sie das für Ihre Seite prüfen.
Wo trage ich die UTM-Adresse ein?
Beim Anlegen der Anzeige als Zielseite, also dort, wo Sie die Adresse eintragen, zu der der Klick führt.
Fazit
Conversion-Tracking macht aus Klicks nachvollziehbare Ergebnisse. Mit UTM-Parametern, einfachen Zielen und der Kennzahl Kosten pro Conversion treffen Sie bessere Entscheidungen über Ihr Budget. Wie Sie die Zielseite verbessern, zeigt der Beitrag Landingpage optimieren, die Grundlagen der Abrechnung die Seite CPC und CPM erklärt.