Was ist die CTR? Klickrate berechnen und verbessern
Die CTR gehört zu den wichtigsten Kennzahlen der Online-Werbung. Sie zeigt, wie viele von 100 Einblendungen einer Anzeige zu einem Klick führen. Dieser Beitrag erklärt, wie Sie die Klickrate berechnen, wie Sie das Ergebnis einordnen und womit Sie sie verbessern.
Was bedeutet CTR?
CTR steht für Click-Through-Rate, auf Deutsch Klickrate. Sie gibt den Anteil der Einblendungen an, die zu einem Klick geführt haben. Eine hohe CTR bedeutet, dass die Anzeige für die Betrachter interessant ist. Eine niedrige CTR kann an Motiv, Botschaft, Platzierung oder Zielgruppe liegen.
So berechnen Sie die CTR
Die Formel lautet: Klicks geteilt durch Impressionen, mal 100. Beispiel: Eine Anzeige wird 20.000 Mal eingeblendet und 60 Mal angeklickt. Die CTR beträgt 60 geteilt durch 20.000, also 0,3 Prozent.
Wichtig ist, dass Sie nur sichtbare Impressionen zählen. Bei Adsovo ist das der Fall: Eine Impression zählt erst, wenn mindestens 50 Prozent der Anzeige für 1 Sekunde sichtbar waren. Die Klickrate im Dashboard ist damit belastbarer als eine Rate auf Basis aller Aufrufe.
Was ist eine gute CTR?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Typische Werte unterscheiden sich stark nach Thema, Format, Platzierung und Zielgruppe. Aussagekräftig ist der Vergleich Ihrer eigenen Anzeigen untereinander und über die Zeit. Behalten Sie außerdem im Blick, wie sich die CTR auf die Kosten auswirkt: Bei Abrechnung pro Klick bestimmt sie, wie viele Klicks ein Budget bringt, mehr dazu auf der Seite CPC und CPM erklärt.
Sieben Maßnahmen für eine bessere CTR
Diese Hebel haben sich in der Praxis bewährt:
- Klare Botschaft: Ein Nutzen, ein Satz. Zu viel Text lenkt ab.
- Deutlicher Button: Ein kontrastreicher Handlungsaufruf zeigt, was passiert.
- Passendes Format: Rechtecke wie 300x250 laufen auf Desktop und Smartphone.
- Passende Themen: Anzeigen auf thematisch passenden Seiten werden häufiger angeklickt.
- Sichtbare Platzierung: Plätze im Lesefluss schlagen Plätze ganz unten.
- Testen: Zwei oder drei Motive parallel zeigen, was ankommt.
- Zielseite abstimmen: Wer sein Versprechen einhält, wird auf Dauer häufiger angeklickt.
CTR und Klickbetrug
Eine plötzlich sehr hohe CTR ohne Änderung an der Anzeige ist ein Warnsignal. Das kann auf Bots oder unnatürliche Klicks hindeuten. Wie Adsovo ungültige Klicks filtert, lesen Sie auf der Seite Klickbetrug-Schutz.
Beispielrechnung: Was die CTR für Ihr Budget bedeutet
Angenommen, Sie zahlen 0,15 Euro pro Klick und geben 30 Euro aus. Dann erhalten Sie 200 Klicks. Wird Ihre Anzeige dafür 40.000 Mal eingeblendet, liegt die CTR bei 0,5 Prozent. Verbessern Sie das Motiv und erreichen 0,75 Prozent, bringen dieselben 40.000 Einblendungen 300 Klicks. Bei Abrechnung pro Klick kostet das mehr, bei Abrechnung pro 1.000 Einblendungen sinken dagegen die Kosten pro Klick. Die CTR entscheidet also mit, welches Abrechnungsmodell für Sie günstiger ist.
Häufige Fehler bei der Bewertung der CTR
Ein häufiger Fehler ist, die CTR mit Conversions zu verwechseln. Eine hohe Klickrate allein sagt nicht, ob aus Besuchern Kunden werden. Ebenso irreführend sind sehr kleine Stichproben: Bei 500 Impressionen schwankt die CTR stark. Warten Sie, bis genug Einblendungen zusammengekommen sind, bevor Sie Anzeigen vergleichen. Und vergleichen Sie nur Anzeigen im selben Format und auf ähnlichen Seiten, denn die Klickrate unterscheidet sich je nach Platzierung deutlich.
Häufige Fragen zur CTR
Ist eine hohe CTR immer gut? Nein. Eine ungewöhnlich hohe Klickrate kann auf Bots oder Fehlklicks hindeuten. Prüfen Sie dann Platzierungen und Zeitverlauf.
Wie oft sollte ich die CTR prüfen? Wöchentlich reicht meist, bei neuen Kampagnen in den ersten Tagen häufiger.
Unterscheidet sich die CTR nach Gerät? Ja, Desktop und Smartphone liefern oft unterschiedliche Werte. Werten Sie beide getrennt aus, wenn Sie mehrere Formate nutzen.
CTR nach Format und Platzierung vergleichen
Die Klickrate unterscheidet sich je nach Format und Platz deutlich. Ein Rechteck mitten im Text wird in der Regel öfter wahrgenommen als ein Banner am Seitenende, und ein Mobile Banner am Smartphone verhält sich anders als ein Leaderboard am Desktop. Vergleichen Sie deshalb nie Äpfel mit Birnen: Werten Sie Formate und Plätze getrennt aus und vergleichen Sie jeweils gleiche Bedingungen.
Ein praktisches Vorgehen ist eine einfache Tabelle: je Zeile ein Format, je Spalte Impressionen, Klicks und CTR. Nach zwei bis vier Wochen sehen Sie, welche Kombinationen sich lohnen. Die Formate finden Sie auf der Seite Werbeformate.
Typische Ursachen für eine niedrige CTR
Wenn die Klickrate unter den Erwartungen liegt, hilft es, systematisch nach Ursachen zu suchen:
- Das Motiv fällt nicht auf oder wirkt wie ein Rahmen der Seite.
- Die Botschaft ist unklar oder spricht die Zielgruppe nicht an.
- Die Anzeige erscheint auf Seiten, die thematisch nicht passen.
- Der Platz liegt zu weit unten und wird kaum sichtbar, siehe Sichtbare Impressionen.
- Der Button ist nicht erkennbar oder die Schrift zu klein.
Weitere Fragen und Antworten
Wie viel Mindestdaten brauche ich für eine aussagekräftige CTR?
Je mehr Impressionen, desto verlässlicher. Bei einigen hundert Einblendungen schwankt die Rate stark. Vergleichen Sie Varianten erst, wenn jeweils mehrere tausend Impressionen vorliegen.
Ist die CTR bei CPM-Anzeigen wichtig?
Ja, sie zeigt, wie ansprechend die Anzeige ist, auch wenn Sie pro Einblendung zahlen. Eine höhere CTR bedeutet mehr Besucher für dasselbe Budget.
Wie hängen CTR und Conversion zusammen?
Die CTR misst Klicks, die Conversion misst, was danach passiert. Beide zusammen ergeben die Kosten pro Ergebnis.
Vertiefung: Passende Seiten auf Adsovo
- CPC und CPM erklärt
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Weitere Begriffe rund um Werbung erklärt unser Glossar. Wenn Sie Ihre CTR mit eigenen Anzeigen prüfen möchten, können Sie hier Werbung schalten und starten ab wenigen Euro Guthaben.