Bannerwerbung: Vorteile, Nachteile, Beispiele und Tipps für den Einstieg

Bannerwerbung: Vorteile, Nachteile, Beispiele und Tipps für den Einstieg

Bannerwerbung gilt manchen als überholt, andere setzen sie täglich erfolgreich ein. Die Wahrheit liegt dazwischen: Banner sind kein Wundermittel, aber ein bewährter, gut steuerbarer Baustein im Online-Marketing. Dieser Beitrag erklärt, was Bannerwerbung ist, welche Vor- und Nachteile sie hat, wie Banner aussehen sollten, was sie kosten und wann sie sich lohnt. Mit Beispielen und einer Checkliste für den Einstieg.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bannerwerbung ist die klassische Form der Display-Werbung: Bildanzeigen in festen Formaten auf Webseiten, abgerechnet pro Klick oder pro 1.000 sichtbare Einblendungen.
  • Stärken sind Reichweite, visuelle Wirkung, Messbarkeit und kontrollierbare Kosten. Schwächen sind niedrige Klickraten, Werbeblocker und die sogenannte Bannerblindheit.
  • Erfolgreich wird Bannerwerbung mit klarer Botschaft, passender Zielgruppe, guter Zielseite und sauberer Erfolgsmessung.
  • Für Einsteiger eignen sich kleine Budgets, wenige Varianten und ein Testzeitraum von mehreren Wochen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Bannerwerbung?
  2. Die Vorteile der Bannerwerbung
  3. Die Nachteile der Bannerwerbung
  4. Wann sich Bannerwerbung lohnt
  5. Beispiele für Bannerwerbung
  6. Wie ein gutes Banner aussieht
  7. Was kostet Bannerwerbung?
  8. Kennzahlen: So messen Sie den Erfolg
  9. Schritt für Schritt zur ersten Bannerkampagne
  10. Häufige Fehler bei der Bannerwerbung
  11. Bannerwerbung für Publisher: Anzeigen auf der eigenen Seite
  12. Häufige Fragen

Was ist Bannerwerbung?

Bannerwerbung bezeichnet grafische Anzeigen, die auf Webseiten in festen Größen eingeblendet werden. Ein Banner besteht meist aus einem Bild oder einer kurzen Animation, einem knappen Text und einer Verlinkung auf die Zielseite des Werbetreibenden. Es gehört zur Display-Werbung. Typische Formate sind das Leaderboard mit 728×90 Pixeln, das Rechteck mit 300×250 Pixeln und das Half Page Ad mit 300×600 Pixeln. Eine Übersicht bietet der Beitrag Banner-Größen im Überblick und die Seite Werbeformate.

Banner erscheinen auf Webseiten, die sich mit einem Werbenetzwerk verbinden. Der Werbetreibende wählt Themen, Budget und Zeitplan, das Netzwerk liefert die Anzeige auf passenden Seiten aus. Wie das funktioniert, erklärt der Beitrag Ad-Server erklärt.

Die Vorteile der Bannerwerbung

  • Große Reichweite: Ein Banner kann auf vielen Seiten erscheinen und erreicht Menschen, die Ihre Seite noch nicht kennen.
  • Visuelle Wirkung: Bilder erzeugen Aufmerksamkeit und bleiben im Gedächtnis. Das stärkt Marke und Wiedererkennung, siehe Brand Awareness aufbauen.
  • Kontrollierbare Kosten: Mit Tages- und Gesamtbudget behalten Sie die Ausgaben im Griff.
  • Abrechnung nach Leistung: Sie zahlen pro Klick oder pro 1.000 sichtbare Impressionen, nicht pauschal für Platz.
  • Messbarkeit: Impressionen, Klicks, Kosten und Ergebnisse sind nachvollziehbar, siehe Conversion-Tracking.
  • Zielgruppenansprache: Themen, Geräte und Zeitpläne steuern, wer Ihre Anzeige sieht, siehe Targeting in der Online-Werbung.
  • Flexibilität: Sie können Anzeigen jederzeit pausieren, ändern und duplizieren.
  • Niedrige Einstiegshürde: Es genügen ein Banner, eine Zielseite und ein kleines Budget.

Die Nachteile der Bannerwerbung

  • Bannerblindheit: Viele Menschen blenden Werbung unbewusst aus. Die Klickraten sind deshalb niedrig, oft deutlich unter einem Prozent.
  • Werbeblocker: Ein Teil der Besucher sieht keine Anzeigen, siehe Werbeblocker und Werbeeinnahmen.
  • Streuverluste: Nicht jeder Betrachter passt zu Ihrem Angebot.
  • Gestaltungsaufwand: Schlechte Banner verschwenden Budget. Gute Banner brauchen Zeit und Tests.
  • Schwache Wirkung ohne gute Zielseite: Der Klick ist nur der Anfang.
  • Ungültige Klicks: Ohne Schutzmaßnahmen können unechte Klicks Budget kosten, siehe Klickbetrug erkennen.

Vor- und Nachteile bedingen sich: Weil die Klickrate niedrig ist, lohnt sich Bannerwerbung vor allem, wenn Sie nach Leistung zahlen und die Wirkung messen.

Wann sich Bannerwerbung lohnt

  • Sie möchten bekannter werden: Wiederholte Einblendungen schaffen Vertrautheit. Hier passt die Abrechnung nach Impressionen.
  • Sie möchten Besucher auf eine Aktionsseite lenken: Hier passt die Abrechnung pro Klick.
  • Sie haben ein klares Angebot: Je konkreter Ihr Nutzen, desto besser funktioniert ein Banner.
  • Sie können das Ergebnis messen: Mit Tracking wissen Sie, was die Werbung bringt.
  • Sie haben eine gute Zielseite: Sie überzeugt Besucher nach dem Klick.

Weniger geeignet ist Bannerwerbung, wenn Menschen Ihr Produkt nur in akuter Not suchen und sofort handeln. Dann ist Suchmaschinenwerbung oft besser. Einen Vergleich bietet der Beitrag Display-Werbung oder Suchmaschinenwerbung.

Beispiele für Bannerwerbung

  • Online-Shop: Ein Shop für Outdoor-Ausrüstung bewirbt eine Herbstaktion mit einem Rechteck-Banner. Das Banner zeigt ein Produkt, den Rabatt und die Handlungsaufforderung "Jetzt sparen". Details dazu im Beitrag Werbung für Online-Shops.
  • Dienstleister: Eine Steuerberaterin wirbt auf Wirtschaftsseiten mit einem Leaderboard für ein kostenloses Erstgespräch. Die Zielseite enthält ein Kontaktformular.
  • Software: Ein Anbieter einer Buchhaltungs-App bewirbt eine kostenlose Testphase mit einer kurzen Animation.
  • Veranstaltung: Ein Verein weist mit Datum und Ort auf ein Fest hin und lenkt auf die Anmeldeseite.
  • Bekanntheit: Ein neues Café wirbt mit Logo und Foto, um Namen und Optik bekannt zu machen, siehe Brand Awareness aufbauen.

Wie ein gutes Banner aussieht

  1. Eine Botschaft: Ein Banner transportiert einen Gedanken, nicht fünf.
  2. Klarer Nutzen: Der Betrachter sollte verstehen, was er davon hat.
  3. Starke Handlungsaufforderung: Ein sichtbarer Button oder Satz wie "Jetzt ansehen".
  4. Kontrast und Lesbarkeit: Große Schrift, klare Farben, wenig Text.
  5. Wiedererkennbarkeit: Logo und Farben Ihrer Marke.
  6. Passend zum Format: Das Bild muss exakt die Größe des Formats haben.
  7. Schlanke Datei: Schnelles Laden, auch am Smartphone.

Anleitungen zur Gestaltung finden Sie in den Beiträgen Banner-Werbung erstellen und Werbetexte schreiben. Mobile Besonderheiten erklärt der Beitrag Mobile Display-Werbung.

Was kostet Bannerwerbung?

Die Kosten hängen vom Abrechnungsmodell ab. Bei Abrechnung pro Klick (CPC) zahlen Sie nur, wenn jemand klickt. Bei Abrechnung pro 1.000 sichtbare Impressionen (CPM) zahlen Sie für Einblendungen. Bei Adsovo kostet ein gültiger Klick 0,15 Euro, 1.000 sichtbare Impressionen kosten 2,00 Euro. Die Mindestaufladung beträgt 5 Euro. Alle Preise finden Sie auf der Seite Preise.

BudgetErgebnis mit CPC (0,15 Euro)Ergebnis mit CPM (2,00 Euro)
5 Eurorund 33 Klicks2.500 sichtbare Impressionen
25 Eurorund 166 Klicks12.500 sichtbare Impressionen
100 Eurorund 666 Klicks50.000 sichtbare Impressionen

Die Werte sind Beispielrechnungen. Wie viele Klicks aus Impressionen entstehen, hängt von der Klickrate ab. Hilfen zur Budgetplanung bieten die Beiträge Werbebudget planen und Was kostet Online-Werbung?.

Kennzahlen: So messen Sie den Erfolg

  • Impressionen: Wie oft wurde Ihre Anzeige sichtbar eingeblendet?
  • Klickrate (CTR): Wie viele Impressionen führten zu Klicks? Siehe Was ist die CTR?.
  • Kosten pro Klick: Was kostet ein Besucher im Schnitt?
  • Conversion-Rate: Wie viele Besucher führen eine gewünschte Handlung aus?
  • Kosten pro Ergebnis: Was kostet eine Bestellung oder Anfrage?

Eine Übersicht liefert der Beitrag Online-Marketing-Kennzahlen.

Schritt für Schritt zur ersten Bannerkampagne

  1. Ziel und Zielgruppe festlegen.
  2. Zielseite vorbereiten und mobil testen.
  3. Banner gestalten oder im Editor erstellen.
  4. Format und Abrechnungsart wählen.
  5. Themen, Geräte, Zeitplan und Budget einstellen.
  6. Tracking einrichten, um Ergebnisse zu messen.
  7. Laufen lassen und beobachten, mindestens ein bis zwei Wochen.
  8. Optimieren mit Varianten, siehe A/B-Tests für Werbung.

Eine ausführliche Anleitung bietet der Beitrag Erfolgreiche Kampagne erstellen. Wer sofort loslegen möchte, findet alles Wichtige auf der Seite Werbung schalten.

Häufige Fehler bei der Bannerwerbung

  • Zu viel Text im Banner: Er ist am Smartphone nicht lesbar.
  • Keine Handlungsaufforderung: Besucher wissen nicht, was sie tun sollen.
  • Falsche Zielseite: Die Startseite statt der passenden Angebotsseite.
  • Zu früh aufgeben: Nach zwei Tagen ist keine Bewertung möglich.
  • Keine Erfolgsmessung: Ohne Tracking bleibt unklar, was die Werbung bringt.
  • Zu enge Einschränkungen: Zu viele Filter verringern die Zahl möglicher Plätze.

Bannerwerbung für Publisher: Anzeigen auf der eigenen Seite

Auch Webseitenbetreiber profitieren von Bannerwerbung, indem sie Anzeigenplätze zur Verfügung stellen. Sie binden das Skript eines Werbenetzwerks ein und erhalten für jede sichtbare Impression oder jeden Klick eine Vergütung. Dabei zählt der Ausgleich zwischen Einnahmen und Nutzererfahrung. Zu viele Anzeigen verschlechtern das Leseerlebnis, zu wenige lassen Einnahmen liegen. Mehr dazu in den Beiträgen Wie viele Anzeigen pro Seite sind sinnvoll? und Sticky Ads, Pop-in und Vollbild. Informationen für Publisher finden Sie auf der Seite Für Publisher.

Häufige Fragen

Was ist Bannerwerbung?

Bannerwerbung ist eine Form der Display-Werbung mit grafischen Anzeigen in festen Größen auf Webseiten, die auf die Seite des Werbetreibenden verlinken.

Funktioniert Bannerwerbung noch?

Ja, wenn Zielgruppe, Gestaltung und Zielseite stimmen und die Wirkung gemessen wird. Die Klickraten sind niedrig, die Kosten bei Abrechnung nach Leistung aber gut steuerbar.

Was kostet Bannerwerbung?

Das hängt vom Netzwerk ab. Bei Adsovo kostet ein gültiger Klick 0,15 Euro und 1.000 sichtbare Impressionen kosten 2,00 Euro.

Welche Bannergröße ist die beste?

Gängige Formate wie 300×250 und 728×90 haben viele Plätze. Die beste Größe hängt von Ihrem Ziel und den Seiten ab. Mehrere Formate erhöhen die Reichweite.

Wie hoch ist eine gute Klickrate bei Bannern?

Sie liegt meist deutlich unter einem Prozent. Vergleichen Sie vor allem eigene Anzeigen miteinander und beobachten Sie Kosten und Ergebnisse.

Brauche ich einen Designer für Banner?

Nicht zwingend. Mit einfachen Mitteln und einem Editor lassen sich wirksame Banner erstellen. Wichtig sind eine klare Botschaft und gute Lesbarkeit.

Fazit

Bannerwerbung ist weder tot noch ein Selbstläufer. Sie funktioniert, wenn Botschaft, Zielgruppe und Zielseite zusammenpassen und Sie die Ergebnisse messen. Für Werbetreibende bietet sie Reichweite und kontrollierbare Kosten, für Publisher eine zusätzliche Einnahmequelle. Mit klarem Ziel, kleinem Budget und ein wenig Geduld lässt sich beides sinnvoll nutzen. Starten können Sie auf der Seite Für Advertiser.