Online-Marketing-Kennzahlen einfach erklärt: ROI, ROAS, CPA und Co.
Im Online-Marketing begegnen Ihnen zahlreiche Abkürzungen: CTR, CPC, CPA, ROAS, ROI. Sie klingen kompliziert, beruhen aber auf einfachen Formeln. Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Kennzahlen verständlich, mit Beispielrechnungen, und zeigt, welche Zahl wann hilft. Begriffe finden Sie auch im Glossar.
Das Wichtigste in Kürze
- Die wichtigsten Kennzahlen sind CTR, CPC, Conversion-Rate, CPA oder CPL, ROAS und ROI.
- Klicks und Klickrate zeigen Aufmerksamkeit, CPA und ROAS zeigen Wirtschaftlichkeit, ROI den Gewinn.
- Wählen Sie wenige Kennzahlen, die zu Ihrem Ziel passen, und vergleichen Sie über Zeit.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Kennzahlen wichtig sind
- Kennzahlen für Aufmerksamkeit
- Kennzahlen für Ergebnisse
- Kennzahlen für Wirtschaftlichkeit
- Beispielrechnung
- Welche Kennzahl für welches Ziel?
- Typische Fehler
- Kennzahlen im Alltag nutzen
- Fallstricke bei der Interpretation
- Häufige Fragen
Warum Kennzahlen wichtig sind
Ohne Zahlen bleibt Werbung ein Bauchgefühl. Kennzahlen zeigen, was funktioniert, wo Geld verloren geht und wo es sich lohnt, mehr zu investieren. Wichtig ist, dass Sie Kennzahlen kennen, die zu Ihrem Ziel passen, und nicht alle gleichzeitig verfolgen.
Kennzahlen für Aufmerksamkeit
- Impressionen: Wie oft wurde die Anzeige gesehen? Bei Adsovo zählen nur sichtbare Impressionen.
- CTR (Klickrate): Klicks geteilt durch Impressionen. Siehe Was ist die CTR?.
- CPC: Kosten pro Klick, Werbekosten geteilt durch Klicks.
- CPM: Kosten pro 1.000 sichtbare Impressionen.
Kennzahlen für Ergebnisse
- Conversion-Rate: Conversions geteilt durch Besucher.
- CPA (Cost per Action): Werbekosten geteilt durch Zahl der gewünschten Handlungen, etwa Käufe.
- CPL (Cost per Lead): Werbekosten geteilt durch Zahl der Anfragen, siehe Lead-Generierung.
Kennzahlen für Wirtschaftlichkeit
- ROAS (Return on Ad Spend): Umsatz aus Werbung geteilt durch Werbekosten. Beispiel: 500 Euro Umsatz bei 100 Euro Werbekosten ergeben einen ROAS von 5.
- ROI (Return on Investment): (Gewinn minus Kosten) geteilt durch Kosten. Er berücksichtigt auch andere Kosten wie Waren und Versand.
Der ROAS misst Umsatz, der ROI Gewinn. Ein hoher ROAS bedeutet nicht automatisch Gewinn, wenn die Marge niedrig ist.
Beispielrechnung
Ein Shop gibt 100 Euro für Werbung aus und erhält bei 0,15 Euro je Klick rund 666 Klicks. 2 Prozent kaufen, das sind etwa 13 Bestellungen. Der durchschnittliche Warenkorb beträgt 40 Euro, also 520 Euro Umsatz. ROAS: 520 durch 100 gleich 5,2. Der CPA beträgt 100 durch 13, etwa 7,69 Euro. Bleiben nach Waren- und Versandkosten 30 Prozent Marge, sind das 156 Euro Rohgewinn. Nach Abzug von 100 Euro Werbung bleiben 56 Euro, der ROI auf die Werbekosten beträgt 56 durch 100, also 56 Prozent. Das Beispiel zeigt die Zusammenhänge, es ist keine Prognose.
Welche Kennzahl für welches Ziel?
- Bekanntheit: Impressionen, Reichweite, CPM, siehe Brand Awareness.
- Besucher: CPC und CTR.
- Anfragen: CPL und Conversion-Rate.
- Verkäufe: CPA, ROAS und ROI.
Typische Fehler
- Nur Klicks betrachten und Ergebnisse ignorieren.
- ROAS mit Gewinn verwechseln.
- Zu kurze Zeiträume und zu wenige Daten.
- Kennzahlen ohne Vergleichswerte beurteilen.
Kennzahlen im Alltag nutzen
Legen Sie für jede Kampagne eine kleine Tabelle an: Budget, Impressionen, Klicks, CTR, CPC, Conversions, CPA, Umsatz und ROAS. Aktualisieren Sie sie wöchentlich. Nach einigen Wochen erkennen Sie Muster: Welche Anzeigen haben die besten Kosten pro Ergebnis, welche Wochentage laufen gut, wo lohnt sich mehr Budget?
Fallstricke bei der Interpretation
Einzelne Zahlen täuschen leicht. Eine hohe CTR ohne Conversions bringt nichts, ein hoher ROAS bei sehr kleinen Mengen ist wenig aussagekräftig. Betrachten Sie Kennzahlen immer im Zusammenhang und über ausreichend lange Zeiträume.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?
ROAS bezieht den Umsatz auf die Werbekosten, ROI den Gewinn auf die Kosten. Der ROI berücksichtigt weitere Kosten.
Welche Kennzahl ist am wichtigsten?
Das hängt vom Ziel. Für Verkäufe sind CPA, ROAS und ROI entscheidend, für Bekanntheit Reichweite und CPM.
Wie viele Kennzahlen sollte ich verfolgen?
Wenige, die zu Ihrem Ziel passen, und regelmäßig vergleichen.
Wo sehe ich Werte wie CTR und Kosten?
Im Dashboard Ihres Werbenetzwerks, bei Adsovo je Anzeige, Webseite, Wochentag und Uhrzeit.
Fazit
Kennzahlen sind Werkzeuge, kein Selbstzweck. Wählen Sie die passenden für Ihr Ziel, rechnen Sie mit einfachen Formeln und vergleichen Sie über Zeit. Die Grundlagen der Abrechnung finden Sie auf der Seite CPC und CPM erklärt, die Messung im Beitrag Conversion-Tracking.