Mediadaten erstellen: So präsentieren Sie Ihre Webseite Werbekunden
Wer Werbeplätze direkt an Unternehmen verkaufen möchte, braucht ein überzeugendes Argument: belegbare Zahlen und ein klares Bild der eigenen Leser. Genau dafür gibt es Mediadaten, im Englischen Media Kit genannt. Dieser Beitrag zeigt, welche Angaben hineingehören, wie Sie Zahlen belegen und wie Sie ein kurzes, professionelles Dokument aufbauen.
Das Wichtigste in Kürze
- Mediadaten (Media Kit) zeigen Werbekunden Reichweite, Zielgruppe, Formate und Preise Ihrer Webseite auf ein bis zwei Seiten.
- Wichtig sind belegbare Zahlen, eine klare Zielgruppenbeschreibung und konkrete Werbemöglichkeiten.
- Mediadaten brauchen Sie vor allem für Direktvertrieb. Bei Werbenetzwerken genügen Domain-Verifizierung und Themen.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Mediadaten?
- Welche Angaben gehören hinein?
- Wie Sie Reichweite und Zielgruppe belegen
- Aufbau eines Media Kits
- Tipps für überzeugende Mediadaten
- Mediadaten oder Werbenetzwerk?
- Beispiel: Zahlenblock im Media Kit
- Häufige Fehler bei Mediadaten
- Häufige Fragen
Was sind Mediadaten?
Mediadaten sind ein kompaktes Dokument, das Werbekunden über Ihre Webseite informiert: Wer liest sie, wie groß ist die Reichweite, welche Werbeformen gibt es und was kosten sie? Es ist Ihre Bewerbung bei Unternehmen, die überlegen, bei Ihnen zu werben. Üblich sind ein bis zwei Seiten als PDF und eine Kurzfassung auf der Webseite.
Welche Angaben gehören hinein?
- Kurzvorstellung: Thema, Ausrichtung und Besonderheit der Seite.
- Reichweite: Besucher, Seitenaufrufe und Entwicklung, möglichst mit Quelle und Zeitraum.
- Zielgruppe: Interessen, grobe Altersgruppen und Nutzungsverhalten, soweit belegbar.
- Herkunft des Traffics: Suchmaschinen, direkte Aufrufe, Verweise, Newsletter.
- Werbeformen und Formate: Banner in welchen Größen, Sponsoring, Newsletter, siehe Werbeformate.
- Preise oder Preisrahmen: Pauschalen oder Preise je 1.000 Einblendungen.
- Kontakt: Ansprechpartner, E-Mail, gegebenenfalls Buchungsablauf.
Wie Sie Reichweite und Zielgruppe belegen
Werbekunden vertrauen Zahlen, die sie nachvollziehen können. Nutzen Sie die Auswertungen Ihrer Statistik-Werkzeuge und geben Sie den Zeitraum an. Runden Sie ehrlich, statt aufzublähen. Beschreiben Sie die Zielgruppe mit konkreten Beobachtungen, zum Beispiel beliebten Themen, häufigen Suchbegriffen oder Ergebnissen von Leserumfragen. Wenn Sie ein Dashboard mit Impressionen und Klicks haben, kann auch das als Beleg dienen.
Aufbau eines Media Kits
- Titelseite mit Logo, Name der Seite und einem Satz zum Thema.
- Zahlen auf einen Blick: Besucher, Seitenaufrufe, wichtigste Zielgruppe.
- Werbemöglichkeiten mit Formaten, Plätzen und Preisen.
- Beispiele: Screenshots mit eingezeichneten Platzierungen.
- Kontakt und nächste Schritte.
Tipps für überzeugende Mediadaten
- Kurz halten: Entscheider lesen selten mehr als zwei Seiten.
- Nutzen für den Werbekunden betonen, nicht nur Ihre Zahlen.
- Aktuell bleiben: Zahlen mindestens einmal im Quartal prüfen.
- Mobil lesbar gestalten, zum Beispiel als PDF und als Webseite.
- Rechtliches klären: Preise netto oder brutto, Kennzeichnung bezahlter Inhalte.
Mediadaten oder Werbenetzwerk?
Mediadaten lohnen sich, wenn Sie Plätze selbst verkaufen. Wer wenig Zeit für Akquise hat oder erst Reichweite aufbaut, kann zunächst ein Werbenetzwerk nutzen. Dort genügen die Verifizierung der Domain und die Angabe der Themen. Beide Wege lassen sich kombinieren, wie im Beitrag Werbeplätze vermarkten beschrieben. Der Einstieg bei Adsovo ist auf der Seite Für Publisher erklärt.
Beispiel: Zahlenblock im Media Kit
Ein knapper Zahlenblock könnte so aussehen: Besucher pro Monat, Seitenaufrufe pro Monat, durchschnittliche Verweildauer, Anteil des Traffics aus Suchmaschinen, Anteil mobiler Nutzer und die drei beliebtesten Themen. Ergänzen Sie jeweils Zeitraum und Quelle der Zahlen. Wenn Sie Display-Werbung nutzen, können Impressionen und Klickrate pro Format zusätzliche Belege liefern.
Häufige Fehler bei Mediadaten
Typische Fehler sind übertriebene Zahlen, fehlende Quellenangaben, zu viel Text, veraltete Informationen und das Fehlen eines klaren nächsten Schritts. Ein Werbekunde sollte nach dem Lesen wissen, was er buchen kann, was es kostet und wen er ansprechen muss.
Häufige Fragen
Wie viele Besucher brauche ich für Mediadaten?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Wichtiger sind belegbare Zahlen und eine klare, interessante Zielgruppe.
Muss ich Preise nennen?
Ein Preisrahmen oder Pauschalen erleichtern Anfragen. Individuelle Angebote sind ebenfalls möglich.
Wo veröffentliche ich meine Mediadaten?
Als PDF zum Download und mit einer Kurzfassung auf einer eigenen Seite, zum Beispiel unter "Werben bei uns".
Wie oft sollte ich die Zahlen aktualisieren?
Mindestens einmal im Quartal oder bei wesentlichen Änderungen.
Fazit
Gute Mediadaten sind kurz, ehrlich und mit Zahlen belegt. Sie sind ein wichtiges Werkzeug für den Direktvertrieb, ersetzen aber nicht den Start mit einem Netzwerk. Wenn Sie zuerst Einnahmen aufbauen möchten, finden Sie den Ablauf auf der Seite Webseite monetarisieren und im Beitrag Website-Traffic steigern.