Strukturierte Daten und Schema-Markup für Blogger: Der Einsteiger-Leitfaden
Wenn Sie in den Suchergebnissen schon einmal Sterne, Rezeptbilder, Brotkrumen-Pfade oder aufklappbare Fragen gesehen haben, haben Sie die Wirkung strukturierter Daten gesehen. Hinter diesen Elementen steht zusätzlicher Code, der einer Suchmaschine genau sagt, worum es auf einer Seite geht. Das klingt technisch, ist für Blogger aber gut machbar, vor allem mit einem SEO-Plugin. Dieser Beitrag erklärt, was strukturierte Daten und Schema-Markup sind, welche Typen für Blogs sinnvoll sind, wie Sie sie einbinden und testen und was Sie dabei vermeiden sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Strukturierte Daten sind zusätzliche Angaben im Code Ihrer Seite, mit denen Suchmaschinen Inhalte besser verstehen. Das gängige Format ist JSON-LD.
- Für Blogs lohnen sich vor allem Artikel-, Organisations- und Brotkrumen-Markup. Für Rezepte, Produkte und Bewertungen gibt es eigene Typen.
- Strukturierte Daten sind kein direkter Rankingfaktor, können aber die Darstellung in der Suche verbessern.
- Die Angaben müssen zum sichtbaren Inhalt der Seite passen. Prüfen Sie sie mit dem Rich-Results-Test.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind strukturierte Daten und Schema-Markup?
- Was bringen strukturierte Daten wirklich?
- Welche Typen lohnen sich für Blogs?
- So binden Sie strukturierte Daten ein
- Strukturierte Daten testen
- Regeln und typische Fehler
- Beispiel: Welche Angaben ein Beitrags-Markup enthält
- Pflege: So bleibt Ihr Markup sauber
- Welche Daten für welche Art von Blog?
- Strukturierte Daten und Werbung
- Checkliste
- Häufige Fragen
Was sind strukturierte Daten und Schema-Markup?
Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Zusatzinformationen zu einer Seite. Das Vokabular dafür liefert die Initiative schema.org, auf die sich die großen Suchmaschinen geeinigt haben. Man spricht daher von Schema-Markup. Statt eine Suchmaschine raten zu lassen, ob eine Zahl ein Preis, ein Datum oder eine Bewertung ist, kennzeichnen Sie es eindeutig.
Das bekannteste Format ist JSON-LD. Der Code steht in einem Script-Block im Kopf oder Ende der Seite und ist von den sichtbaren Inhalten getrennt. Das macht ihn leichter zu pflegen als ältere Formate, die direkt im HTML stehen, zum Beispiel Microdata.
Was bringen strukturierte Daten wirklich?
- Besseres Verständnis: Suchmaschinen erkennen Autor, Veröffentlichungsdatum, Themen und Zusammenhänge leichter.
- Mögliche Rich Results: Je nach Typ können erweiterte Darstellungen erscheinen, etwa Brotkrumen, Bewertungssterne oder Rezept-Informationen. Eine Garantie gibt es nicht, und Suchmaschinen ändern regelmäßig, welche Darstellungen sie zeigen.
- Mehr Klicks durch bessere Darstellung: Eine ansprechend dargestellte Ergebnisseite kann die Klickrate erhöhen, siehe Was ist die CTR?.
- Kein direkter Rankingfaktor: Strukturierte Daten verschieben ein Ranking nicht von allein. Sie unterstützen Verständnis und Darstellung.
Welche Typen lohnen sich für Blogs?
| Typ | Wofür er dient | Hinweis |
|---|---|---|
| Article oder BlogPosting | Kennzeichnet einen Beitrag mit Titel, Autor, Datum und Bild | Für fast jeden Blog sinnvoll |
| Organization oder Person | Beschreibt Betreiber und Autor mit Name, Logo und Profil-Links | Stärkt die Zuordnung, siehe E-E-A-T erklärt |
| BreadcrumbList | Zeigt den Pfad (Startseite, Kategorie, Beitrag) in den Ergebnissen | Hilft bei Orientierung und Struktur |
| WebSite | Beschreibt die Seite als Ganzes | Einmal auf der Startseite |
| FAQPage | Kennzeichnet Fragen und Antworten | Rich Results dafür werden inzwischen nur noch in wenigen Fällen angezeigt, nützlich bleibt die klare Struktur |
| Recipe | Rezepte mit Zutaten, Zeiten und Bewertungen | Für Foodblogs sehr wirkungsvoll |
| Product und Review | Produkte und Testberichte | Nur mit echten, sichtbaren Bewertungen |
| VideoObject | Eingebettete Videos | Für Beiträge mit eigenem Video |
Nicht alle Typen führen zu sichtbaren Erweiterungen. HowTo-Darstellungen etwa werden in der Suche nicht mehr angezeigt. Sinnvoll bleibt Markup trotzdem, wenn es den Inhalt korrekt beschreibt. Setzen Sie es aber nur dort ein, wo es auch inhaltlich passt.
So binden Sie strukturierte Daten ein
Weg 1: Mit einem SEO-Plugin
Die gängigen WordPress-SEO-Plugins erzeugen für Beiträge, Seiten, Autoren und Brotkrumen automatisch Markup. Sie müssen meist nur Seitenname, Logo, Autorenprofile und Social-Links pflegen. Das ist für die meisten Blogs der beste Weg, siehe auch SEO für Blogger.
Weg 2: Manuell mit JSON-LD
Wenn Sie eine eigene Seite oder ein Theme ohne Plugin betreiben, fügen Sie einen JSON-LD-Block in den Seitenkopf ein. Er enthält den Kontext schema.org, den Typ und die Eigenschaften. Beim Beitrag etwa Überschrift, Beschreibung, Bild, Autor, Veröffentlichungs- und Änderungsdatum sowie die Adresse der Seite. Die Werte kommen aus Ihrem Inhalt, am besten automatisch aus dem Template.
Weg 3: Per Tag-Manager
Auch über einen Tag-Manager lässt sich JSON-LD ausspielen. Das ist flexibel, aber fehleranfälliger, weil die Daten vom Inhalt getrennt gepflegt werden.
Strukturierte Daten testen
- Öffnen Sie den Rich-Results-Test von Google und geben Sie eine Adresse ein oder fügen Sie den Code ein.
- Prüfen Sie, welche Typen erkannt werden und ob Fehler oder Warnungen erscheinen.
- Nutzen Sie zusätzlich den Schema-Markup-Validator, um die Syntax unabhängig von Google zu prüfen.
- Beobachten Sie in der Search Console die Berichte zu Verbesserungen, sie zeigen Fehler auf der ganzen Seite.
- Testen Sie nach Änderungen an Theme oder Plugin erneut.
Regeln und typische Fehler
- Markup muss zum sichtbaren Inhalt passen: Was Sie auszeichnen, müssen Leser auf der Seite sehen können.
- Keine erfundenen Bewertungen: Gefälschte oder nicht sichtbare Sterne führen zu Maßnahmen der Suchmaschine.
- Doppeltes Markup: Plugin und Theme geben oft beide Daten aus. Prüfen Sie, dass nichts doppelt oder widersprüchlich ist.
- Veraltete Angaben: Datum, Autor und Bild sollten stimmen. Aktualisieren Sie sie, wenn Sie Beiträge überarbeiten, siehe Evergreen-Content.
- Zu viel Markup: Zeichnen Sie das aus, was wirklich vorhanden ist, nicht alles, was möglich wäre.
- Fehler ignorieren: Fehler im Bericht verhindern erweiterte Darstellungen. Beheben Sie sie.
Beispiel: Welche Angaben ein Beitrags-Markup enthält
Ein typischer JSON-LD-Block für einen Blogbeitrag enthält wenige, gut pflegbare Angaben. Die meisten SEO-Plugins füllen sie automatisch aus den Feldern Ihres Beitrags.
| Eigenschaft | Bedeutung | Woher der Wert kommt |
|---|---|---|
| headline | Überschrift des Beitrags | Titel des Beitrags |
| description | Kurzbeschreibung | Meta-Description oder Auszug, siehe Meta-Title und Meta-Description optimieren |
| image | Titelbild | Beitragsbild |
| author | Verfasserin oder Verfasser | Autorenprofil |
| datePublished | Veröffentlichungsdatum | Datum der Veröffentlichung |
| dateModified | Datum der letzten Änderung | Datum der letzten Überarbeitung |
| publisher | Betreiber der Seite | Name und Logo der Seite |
| mainEntityOfPage | Adresse der Seite | Adresse des Beitrags |
Achten Sie darauf, dass Datum und Autor mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen. Wenn Sie einen Beitrag überarbeiten, aktualisieren Sie auch das Änderungsdatum, aber nur, wenn sich wirklich etwas geändert hat.
Pflege: So bleibt Ihr Markup sauber
- Prüfen Sie nach jedem Theme- oder Plugin-Update stichprobenartig den Rich-Results-Test.
- Schauen Sie monatlich in den Berichten der Search Console nach neuen Fehlern oder Warnungen.
- Entfernen Sie Markup für Inhalte, die es nicht mehr gibt.
- Dokumentieren Sie, welches Plugin oder Theme welches Markup ausgibt, damit nichts doppelt entsteht.
- Behalten Sie Änderungen der Suchmaschinen im Blick, denn unterstützte Darstellungen ändern sich.
Welche Daten für welche Art von Blog?
| Blog-Art | Sinnvolle Typen | Nutzen |
|---|---|---|
| Ratgeber und Wissen | BlogPosting, BreadcrumbList, Person | Klare Zuordnung von Autor und Beitrag |
| Food und Rezepte | Recipe, VideoObject | Rezeptinformationen können in der Suche erweitert dargestellt werden |
| Technik und Tests | Product, Review, BlogPosting | Testergebnisse klar kennzeichnen, nur mit echten Bewertungen |
| Reise und Orte | Place, Article, ImageObject | Bessere Einordnung von Orten und Bildern |
| Unternehmensblog | Organization, LocalBusiness, FAQPage | Betreiber, Adresse und Öffnungszeiten eindeutig angeben |
Wählen Sie nur Typen, die Ihr Inhalt wirklich erfüllt. Ein Ratgeber ist kein Produkt, und ein Beitrag ohne eigene Bewertung braucht kein Review-Markup.
Strukturierte Daten und Werbung
Strukturierte Daten haben keinen direkten Einfluss auf Werbeeinnahmen. Mittelbar helfen sie, wenn mehr Besucher über die Suche kommen, denn mehr Seitenaufrufe bedeuten mehr mögliche Einblendungen, siehe Ab wie vielen Besuchern lohnt sich Werbung?. Auch dieser Blog gibt Beitrags- und FAQ-Daten aus, damit Suchmaschinen Inhalte und Fragen besser zuordnen können.
Checkliste
- Beitrags-Markup (Article oder BlogPosting) ist vorhanden und korrekt.
- Autor und Betreiber sind als Person oder Organisation hinterlegt.
- Brotkrumen-Markup ist aktiv.
- Der Rich-Results-Test zeigt keine Fehler.
- Das Markup stimmt mit dem sichtbaren Inhalt überein.
- Doppeltes Markup durch Theme und Plugin ist ausgeschlossen.
- Die Search Console wird regelmäßig geprüft, siehe Meta-Title und Meta-Description optimieren für weitere Optimierung der Darstellung.
Häufige Fragen
Was sind strukturierte Daten?
Strukturierte Daten sind zusätzliche, maschinenlesbare Angaben im Code einer Seite, die Suchmaschinen helfen, Inhalte zu verstehen. Das Vokabular stammt von schema.org, das gängige Format ist JSON-LD.
Sind strukturierte Daten ein Rankingfaktor?
Nein, nicht direkt. Sie können aber das Verständnis verbessern und zu erweiterten Darstellungen in der Suche führen.
Welche strukturierten Daten brauche ich als Blogger?
Mindestens Beitrags-Markup, Angaben zu Autor und Betreiber sowie Brotkrumen. Je nach Inhalt kommen Rezepte, Produkte oder Videos dazu.
Wie prüfe ich meine strukturierten Daten?
Mit dem Rich-Results-Test und dem Schema-Markup-Validator. Zusätzlich zeigt die Search Console Fehler für die gesamte Seite.
Brauche ich ein Plugin für Schema-Markup?
Nein, aber es erleichtert die Arbeit. Gängige SEO-Plugins erzeugen das wichtigste Markup automatisch. Manuell geht es mit JSON-LD im Seitenkopf.
Fazit
Strukturierte Daten sind ein kleiner technischer Schritt mit ordentlichem Nutzen: Sie helfen Suchmaschinen, Ihre Inhalte richtig zu lesen, und machen erweiterte Darstellungen möglich. Beginnen Sie mit Beitrags-, Autoren- und Brotkrumen-Markup, prüfen Sie es sauber und halten Sie es aktuell. Mehr Sichtbarkeit in der Suche bringt mehr Leser und damit auch mehr Möglichkeiten, Ihre Seite zu monetarisieren, wie Blog monetarisieren zeigt.