App bewerben: Mit Display-Werbung mehr Downloads gewinnen
Eine gute App allein reicht nicht. In den App-Stores konkurrieren Hunderttausende Angebote, und ohne Sichtbarkeit bleiben selbst starke Ideen unentdeckt. Für Entwickler und kleine Teams ist Werbung deshalb ein wichtiger Baustein. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie eine App mit Display-Werbung bekannter machen, worauf es bei Zielgruppe, Banner und Landingpage ankommt und wie Sie den Erfolg messen, auch wenn Sie keine eigene Tracking-Technik für Apps einsetzen.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine App wird gefunden, wenn Menschen sie kennen und ihr vertrauen. Display-Werbung kann beides fördern, wenn Zielgruppe, Banner und Zielseite zusammenpassen.
- Leiten Sie Besucher zuerst auf eine eigene Landingpage statt direkt in den Store. So überzeugen Sie und können die Wirkung messen.
- Mit dem Klick auf den Store-Button als Ersatz-Conversion lässt sich der Erfolg von Banner-Kampagnen auch ohne App-Tracking bewerten.
- Starten Sie mit kleinem Budget, testen Sie Botschaften und optimieren Sie anhand von Kosten pro Store-Klick und Downloads.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Display-Werbung für Apps sinnvoll ist
- Schritt 1: Ziel und Zielgruppe festlegen
- Schritt 2: Die Landingpage als Brücke zum Store
- Schritt 3: Banner, die zur App passen
- Schritt 4: Kampagne einrichten
- Schritt 5: Erfolg messen, auch ohne App-Tracking
- Rechenbeispiel: Was kostet ein Download?
- Den Store-Eintrag nicht vergessen
- Weitere Wege, eine App bekannt zu machen
- Typische Fehler beim App-Marketing
- Häufige Fragen
Warum Display-Werbung für Apps sinnvoll ist
Display-Werbung erreicht Menschen dort, wo sie sich ohnehin aufhalten: auf Webseiten zu Themen, die sie interessieren. Für Apps hat das zwei Vorteile. Erstens können Sie Nutzer ansprechen, bevor sie aktiv im Store suchen, und so Bedarf wecken. Zweitens lässt sich die Werbung thematisch an die App anpassen: Eine Lern-App erscheint auf Bildungsseiten, eine Fitness-App auf Sport- und Gesundheitsseiten, eine Spiele-App auf Unterhaltungsseiten.
Dazu kommt die Kontrolle über das Budget. Sie zahlen nach Leistung und können jederzeit stoppen. Gerade für kleine Teams, die keine großen Marketing-Etats haben, ist das ein wichtiger Punkt. Die Grundlagen der Abrechnung erklärt der Beitrag CPC oder CPM.
Schritt 1: Ziel und Zielgruppe festlegen
Bevor Sie Anzeigen schalten, klären Sie, wen Sie erreichen möchten und was geschehen soll. Mögliche Ziele sind mehr Downloads, mehr Registrierungen, mehr aktive Nutzer oder mehr Bekanntheit. Das Ziel bestimmt Botschaft, Zielseite und Messung.
Beschreiben Sie Ihre Zielgruppe konkret: Wer sind die Nutzer, welches Problem löst die App für sie, in welchen Situationen nutzen sie sie, und welche Webseiten lesen sie? Ein einfaches Persona-Profil hilft dabei, siehe Zielgruppenanalyse. Aus den Interessen leiten Sie die Themen ab, die Sie bei der Anzeige auswählen.
Schritt 2: Die Landingpage als Brücke zum Store
Schicken Sie Besucher nicht ohne Vorbereitung in den App-Store. Eine eigene Landingpage hat mehrere Vorteile: Sie erklärt den Nutzen der App in Ihren Worten, sie zeigt Screenshots und Bewertungen, sie funktioniert für Android und iPhone gleichermaßen, und sie lässt sich messen.
- Klare Überschrift: Welches Problem löst die App?
- Drei Vorteile: Kurz, konkret und ohne Fachbegriffe.
- Screenshots oder Kurzvideo: Zeigen Sie die App in Aktion.
- Soziale Bestätigung: Bewertungen, Zahlen oder Pressestimmen.
- Zwei Store-Buttons: Für Android und iPhone, klar sichtbar.
- Schnelles Laden: Mobil optimiert, denn die meisten Besucher kommen mit dem Smartphone.
Tipps zur Gestaltung finden Sie im Beitrag Landingpage optimieren.
Schritt 3: Banner, die zur App passen
Banner für Apps sollten sofort zeigen, was die App kann. Nutzen Sie ein markantes Bild aus der App, ein klares Versprechen und eine Handlungsaufforderung wie "Jetzt kostenlos testen" oder "Jetzt laden".
- Zeigen Sie das Symbol der App, damit sie wiedererkannt wird.
- Nennen Sie einen konkreten Nutzen statt allgemeiner Versprechen.
- Verwenden Sie wenig Text und große Schrift.
- Bieten Sie Formate für Smartphone und Desktop an, zum Beispiel 300×250, 320×100 und 728×90.
- Testen Sie mindestens zwei Varianten gegeneinander, siehe A/B-Tests für Werbung.
Mehr zur Gestaltung bietet der Beitrag Banner-Werbung erstellen. Da App-Nutzer oft mobil unterwegs sind, lesen Sie auch Mobile Display-Werbung.
Schritt 4: Kampagne einrichten
Bei Adsovo legen Sie die Anzeige im Advertiser-Konto an. Sie wählen das Format, laden das Banner hoch, tragen die Ziel-Adresse Ihrer Landingpage ein und wählen passende Themen. Dazu stellen Sie Abrechnungsart, Budget und Zeitplan ein. Für Apps bietet sich an:
- Abrechnung pro Klick (CPC): Wenn Besucher auf die Landingpage gelenkt werden sollen. Ein gültiger Klick kostet 0,15 Euro.
- Abrechnung pro 1.000 Impressionen (CPM): Wenn zunächst Bekanntheit entstehen soll. 1.000 sichtbare Impressionen kosten 2,00 Euro.
- Geräte: Wählen Sie Smartphone, wenn die Landingpage und die App mobil genutzt werden.
- Tagesbudget: Starten Sie klein, zum Beispiel 5 bis 10 Euro pro Tag.
- Häufigkeit: Begrenzen Sie, wie oft dieselbe Person Ihre Anzeige pro Tag sieht.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bietet der Beitrag Erfolgreiche Kampagne erstellen und die Seite Werbung schalten.
Schritt 5: Erfolg messen, auch ohne App-Tracking
Das Conversion-Tracking von Adsovo misst Ergebnisse auf Webseiten. Installationen innerhalb der App lassen sich damit nicht erfassen. Es gibt aber einen praktischen Ersatz: Zählen Sie den Klick auf den Store-Button Ihrer Landingpage als Conversion. Das ist kein Download, aber ein starkes Signal, dass der Besucher bereit ist, die App zu laden.
Sie binden dafür das Conversion-Skript auf der Landingpage ein und rufen beim Klick auf den Store-Button die Funktion zur Conversion-Meldung auf. Öffnen Sie den Store in einem neuen Tab, damit die Meldung sicher abgeschickt wird, bevor die Seite verlassen wird. Damit sehen Sie im Konto, wie viele Klicks aus welcher Anzeige zu einem Store-Klick führen und was ein Store-Klick kostet. Die Grundlagen erklärt der Beitrag Conversion-Tracking.
Ergänzend gleichen Sie die Zahlen mit den Downloads in der Entwicklerkonsole Ihres Stores ab. Vergleichen Sie Zeiträume mit und ohne Kampagne, um den Effekt einzuschätzen. Beachten Sie dabei, dass Downloads auch aus anderen Quellen kommen.
Rechenbeispiel: Was kostet ein Download?
Mit einer Beispielrechnung lässt sich abschätzen, was die Kampagne bringt. Die Zahlen sind Annahmen.
| Schritt | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Budget | 100 Euro bei 0,15 Euro pro Klick | rund 666 Besucher auf der Landingpage |
| Store-Klicks | 30 Prozent der Besucher klicken auf den Store-Button | rund 200 Store-Klicks |
| Downloads | 40 Prozent der Store-Klicks laden die App | rund 80 Downloads |
| Kosten pro Download | 100 Euro ÷ 80 | 1,25 Euro |
Die Werte hängen stark von Ihrer App, der Landingpage und dem Store-Eintrag ab. Entscheidend ist, die einzelnen Schritte getrennt zu betrachten: Wo gehen die meisten Interessenten verloren? Bei der Landingpage, beim Store-Button oder im Store-Eintrag? Dort lohnt sich die Verbesserung zuerst.
Den Store-Eintrag nicht vergessen
Selbst die beste Kampagne verpufft, wenn der Store-Eintrag nicht überzeugt. Prüfen Sie Titel, Beschreibung, Screenshots, Vorschauvideo und Bewertungen. Die ersten Zeilen der Beschreibung sollten den Nutzen klar machen. Screenshots sollten die wichtigsten Funktionen zeigen. Antworten Sie auf Bewertungen und beheben Sie häufig genannte Probleme. Ein gepflegter Eintrag erhöht die Download-Quote nach dem Store-Klick spürbar.
Weitere Wege, eine App bekannt zu machen
- Content-Marketing: Ratgeberbeiträge zu dem Problem, das die App löst, siehe Content-Marketing für kleine Unternehmen.
- Suchmaschinenoptimierung: Eine eigene Webseite zur App wird über Suchbegriffe gefunden, siehe SEO für Blogger.
- Newsletter und Community: Bestehende Nutzer informieren und Empfehlungen anregen, siehe Newsletter für Blogger.
- Kooperationen: Gemeinsame Aktionen mit Blogs oder Anbietern, die dieselbe Zielgruppe haben.
- Pressearbeit: Berichte in Fachmedien erhöhen Vertrauen.
Display-Werbung wirkt am besten im Zusammenspiel mit diesen Maßnahmen. Einen Überblick über die Auswahl der Kanäle bietet der Beitrag Social Media oder Display-Werbung.
Typische Fehler beim App-Marketing
- Direkt in den Store verlinken: Ohne Vorbereitung springen viele Besucher wieder ab.
- Zu breite Zielgruppe: "Alle Smartphone-Nutzer" ist keine Zielgruppe.
- Keine Messung: Ohne Zahlen lässt sich nicht optimieren.
- Zu früh bewerben: Eine App mit Fehlern oder schwachem Onboarding verliert Nutzer schnell wieder.
- Zu wenig Geduld: Die Wirkung zeigt sich über Wochen, nicht über Stunden.
Häufige Fragen
Wie kann ich meine App am besten bewerben?
Eine Kombination aus Landingpage, Display-Werbung, Inhalten und gepflegtem Store-Eintrag funktioniert am besten. Starten Sie mit kleinem Budget und messen Sie jeden Schritt.
Was kostet Werbung für eine App?
Bei Display-Werbung mit Abrechnung pro Klick kostet ein Besucher bei Adsovo 0,15 Euro. Die Kosten pro Download hängen von Landingpage und Store-Eintrag ab. Ein Rechenbeispiel finden Sie oben.
Soll ich direkt in den App-Store verlinken?
Meist ist eine eigene Landingpage besser. Sie überzeugt Besucher und liefert Messwerte. Bei sehr bekannten Apps kann ein direkter Link sinnvoll sein.
Kann ich App-Installationen mit Adsovo messen?
Installationen in der App erfasst das Conversion-Tracking nicht. Sie können aber den Klick auf den Store-Button auf Ihrer Landingpage als Conversion zählen und Downloads in der Entwicklerkonsole abgleichen.
Welche Formate eignen sich für App-Werbung?
Rechteckige Formate wie 300×250 und mobile Banner wie 320×100 funktionieren am Smartphone gut. Zusätzlich lohnt ein Banner für den Desktop, etwa 728×90.
Fazit
Eine App bekannt zu machen, erfordert Geduld und System. Display-Werbung kann dafür einen wichtigen Beitrag leisten, wenn Zielgruppe, Banner und Landingpage zusammenpassen und Sie jeden Schritt messen. Beginnen Sie klein, lernen Sie aus den Zahlen und verbessern Sie, wo die meisten Interessenten abspringen. Auf der Seite Für Advertiser erfahren Sie, wie Sie mit Adsovo Ihre erste Kampagne starten.