Conversion-Rate berechnen: Formel, Beispiele und was eine gute Rate ist
Sie bekommen Besucher auf Ihre Seite, aber zu wenige werden zu Kunden? Dann lohnt der Blick auf eine Kennzahl, die in der Online-Werbung über Erfolg und Misserfolg entscheidet: die Conversion-Rate. Sie zeigt, wie gut Ihre Seite aus Interessenten Kunden macht, und sie bestimmt, was jeder einzelne Verkauf oder jede Anfrage Sie an Werbung kostet. Dieser Beitrag erklärt, wie Sie die Conversion-Rate berechnen, wie Sie das Ergebnis einordnen und warum sie mehr Einfluss auf Ihr Werbebudget hat als der Klickpreis.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Conversion-Rate (CR) gibt an, wie viel Prozent der Besucher eine gewünschte Handlung ausführen, zum Beispiel kaufen, anfragen oder sich anmelden.
- Die Formel: Conversions geteilt durch Besucher mal 100. 100 Käufe bei 5.000 Besuchern ergeben 2 Prozent.
- Eine allgemein gute Rate gibt es nicht. Sie hängt von Branche, Angebot, Preis und Art der Conversion ab. Üblich sind einstellige Prozentwerte.
- Bei bezahlter Werbung bestimmt die Conversion-Rate, was ein Ergebnis kostet: Klickpreis geteilt durch Conversion-Rate.
- Mit dem kostenlosen Conversion Rate Rechner sehen Sie außerdem, was eine bessere Rate pro Monat an Mehrumsatz bringt.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist die Conversion-Rate?
- Die Formel: Conversion-Rate berechnen
- Was ist eine gute Conversion-Rate?
- Conversion-Rate und Werbekosten
- Was bringt eine bessere Conversion-Rate?
- Conversion-Rate verbessern: Die wichtigsten Hebel
- Conversion-Rate nach Quelle und Gerät auswerten
- Typische Fehler beim Berechnen der Conversion-Rate
- Conversions richtig messen
- Häufige Fragen
Was ist die Conversion-Rate?
Eine Conversion ist jede Handlung, die für Ihr Geschäft ein Ergebnis darstellt. Das kann ein Kauf sein, eine Anfrage über das Formular, eine Anmeldung zum Newsletter oder ein Download. Die Conversion-Rate setzt die Zahl dieser Handlungen ins Verhältnis zur Zahl der Besucher und wird in Prozent angegeben.
Welche Handlung Sie als Conversion zählen, legen Sie selbst fest. Wichtig ist, dass Sie das Hauptziel klar benennen und es konsequent messen. Zwischenschritte wie der Klick auf den Warenkorb können Sie zusätzlich beobachten, sollten sie aber vom eigentlichen Ziel trennen.
Die Formel: Conversion-Rate berechnen
Conversion-Rate = Conversions geteilt durch Besucher mal 100. Hatten 5.000 Besucher Ihre Seite und 100 davon kauften, liegt die Rate bei 2 Prozent. Als Basis können Sie alle Besucher nehmen, die Besucher aus einer Quelle oder bei bezahlter Werbung die Klicks der Kampagne. Wichtig ist nur, dass Sie immer dieselbe Basis vergleichen.
| Besucher | 50 Conversions | 100 Conversions | 250 Conversions |
|---|---|---|---|
| 5.000 | 1,00 % | 2,00 % | 5,00 % |
| 10.000 | 0,50 % | 1,00 % | 2,50 % |
| 50.000 | 0,10 % | 0,20 % | 0,50 % |
Eine Einführung in die wichtigsten Kennzahlen für Webseitenbetreiber bietet der Beitrag Website-Besucher analysieren.
Was ist eine gute Conversion-Rate?
Eine allgemeingültige gute Conversion-Rate gibt es nicht. Eine Newsletter-Anmeldung konvertiert meist besser als ein Kauf, ein günstiges Produkt besser als ein teures, und ein Angebot mit starker Nachfrage besser als eines mit schwacher. Üblich sind einstellige Prozentwerte.
Aussagekräftiger als der Vergleich mit fremden Zahlen ist der Vergleich mit sich selbst. Steigt die Rate nach einer Änderung, hat sie gewirkt. Betrachten Sie die Entwicklung über mehrere Wochen und getrennt nach Traffic-Quelle, denn Besucher aus der Suche verhalten sich anders als Besucher aus einer Anzeige.
Conversion-Rate und Werbekosten
Bei bezahlter Werbung ist die Conversion-Rate der stärkste Hebel auf die Kosten. Die Kosten pro Conversion sind der Klickpreis geteilt durch die Conversion-Rate. Bei 0,15 Euro Klickpreis und 2 Prozent Rate kostet ein Ergebnis 7,50 Euro, bei 4 Prozent nur noch 3,75 Euro. Eine Verdopplung der Rate halbiert also den Preis pro Ergebnis, ohne dass sich am Klickpreis etwas ändert.
| Conversion-Rate | Kosten pro Conversion bei 0,15 Euro Klickpreis |
|---|---|
| 0,5 % | 30,00 Euro |
| 1 % | 15,00 Euro |
| 2 % | 7,50 Euro |
| 3 % | 5,00 Euro |
| 5 % | 3,00 Euro |
Den Klickpreis berechnen Sie mit dem Beitrag Klickpreis berechnen, die Auswirkung auf Ihr Budget mit dem Werbebudget Rechner.
Was bringt eine bessere Conversion-Rate?
Eine höhere Rate bringt mehr Ergebnisse aus demselben Traffic, also mehr Umsatz ohne zusätzliche Werbekosten. Ein Beispiel: 5.000 Besucher pro Monat, 30 Euro Wert pro Conversion. Steigt die Rate von 1,5 auf 2,5 Prozent, kommen 50 Conversions pro Monat hinzu, das sind 1.500 Euro mehr Umsatz im Monat und 18.000 Euro im Jahr.
Diese Rechnung zeigt, warum Optimierung der Zielseite oft mehr bringt als ein größeres Werbebudget. Der Conversion Rate Rechner rechnet solche Szenarien mit Ihren Zahlen durch.
Conversion-Rate verbessern: Die wichtigsten Hebel
- Klares Angebot: Besucher müssen in Sekunden verstehen, was Sie anbieten und was es kostet.
- Schnelle Zielseite: Jede Sekunde Ladezeit kostet Abschlüsse, besonders am Smartphone.
- Vertrauen: Bewertungen, Impressum, bekannte Zahlungsarten und transparente Preise senken Hürden.
- Kurze Wege: Jedes zusätzliche Formularfeld und jeder zusätzliche Schritt kostet Abschlüsse.
- Passender Traffic: Besucher, die zum Angebot passen, konvertieren besser als breite Reichweite.
Konkrete Maßnahmen beschreiben die Beiträge Conversion-Rate optimieren und Landingpage optimieren. Tests richtig aufzusetzen erklärt der Beitrag A/B-Tests für Werbung.
Conversion-Rate nach Quelle und Gerät auswerten
Die Gesamt-Conversion-Rate Ihrer Seite ist ein Durchschnitt, der viel verdeckt. Besucher aus der Suche verhalten sich anders als Besucher aus einer Anzeige, und am Smartphone wird oft seltener abgeschlossen als am Desktop. Werten Sie deshalb getrennt aus: nach Traffic-Quelle, nach Gerät und nach Zielseite.
Sehen Sie bei Anzeigenbesuchern eine deutlich niedrigere Rate als bei Suchbesuchern, liegt das Problem häufig an der Passung zwischen Anzeige und Zielseite. Verspricht das Banner etwas, das die Seite nicht sofort einlöst, springen Besucher ab. Liegt die mobile Rate weit unter der Desktop-Rate, lohnt ein Blick auf Ladezeit und Bedienbarkeit am Smartphone, siehe Mobile-First.
Typische Fehler beim Berechnen der Conversion-Rate
- Wechselnde Basis: Mal durch Besucher, mal durch Klicks zu teilen, macht Werte unvergleichbar.
- Zu kleine Zahlen: Bei zehn Besuchern und einem Kauf liegt die Rate bei 10 Prozent, aussagekräftig ist das nicht.
- Mehrfachzählung: Wenn eine Bestellung mehrfach als Conversion gezählt wird, ist die Rate zu hoch.
- Falsches Ziel: Wer Seitenaufrufe als Conversion zählt, misst Aktivität statt Ergebnisse.
- Keine Trennung der Quellen: Interne Besuche und Bots verfälschen die Basis.
Ein sauberer Messaufbau ist die Voraussetzung für verlässliche Zahlen. Wie er aussieht, erklärt der Beitrag Conversion-Tracking.
Conversions richtig messen
Eine Conversion-Rate ist nur so gut wie die Messung dahinter. Bei Adsovo können Sie beim Erstellen einer Anzeige das Conversion-Tracking aktivieren, um Ergebnisse Ihrer Kampagne zuzuordnen. Unabhängig davon sollten Sie auf Ihrer Seite definieren, was als Ergebnis zählt, zum Beispiel eine Bestätigungsseite nach dem Kauf oder der Anfrage.
Wie ein sauberes Tracking aufgebaut wird, erklärt der Beitrag Conversion-Tracking, wie Sie Kampagnen mit UTM-Parametern eindeutig kennzeichnen, der Beitrag UTM-Parameter erklärt.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Conversion-Rate?
Teilen Sie die Zahl der Conversions durch die Zahl der Besucher und multiplizieren Sie mit 100. 100 Käufe bei 5.000 Besuchern ergeben 2 Prozent.
Was ist eine gute Conversion-Rate?
Das hängt von Branche, Angebot und Art der Conversion ab. Üblich sind einstellige Prozentwerte. Vergleichen Sie vor allem Ihre eigene Entwicklung über die Zeit und nach Traffic-Quelle.
Wie hängen Conversion-Rate und Werbekosten zusammen?
Die Kosten pro Conversion sind der Klickpreis geteilt durch die Conversion-Rate. Eine doppelt so hohe Rate halbiert die Kosten pro Ergebnis.
Was zählt als Conversion?
Jede für Ihr Geschäft gewünschte Handlung, etwa Kauf, Anfrage, Anmeldung oder Download. Legen Sie das Hauptziel vorab fest und messen Sie es konsequent.
Wie kann ich die Conversion-Rate steigern?
Mit klarem Angebot, schneller Zielseite, Vertrauenselementen, kurzen Formularen und passendem Traffic. Testen Sie Änderungen einzeln und messen Sie die Wirkung.
Fazit
Die Conversion-Rate ist schnell berechnet und trotzdem eine der aussagekräftigsten Kennzahlen im Online-Marketing. Sie zeigt, wie gut Ihre Seite Besucher überzeugt, und sie entscheidet darüber, was Ihre Werbung am Ende kostet. Berechnen Sie sie regelmäßig, vergleichen Sie sie mit sich selbst und optimieren Sie Schritt für Schritt. Der Conversion Rate Rechner zeigt Ihnen sofort, was jede Verbesserung wert ist.