Werbebudget in Prozent vom Umsatz: Wie viel sollten Sie für Werbung ausgeben?
Wie viel Geld sollten Sie in Werbung stecken? Wer diese Frage googelt, bekommt Antworten von „zwei Prozent“ bis „ein Drittel des Umsatzes“ und ist danach nicht schlauer. Das liegt daran, dass es die eine richtige Zahl nicht gibt. Es gibt aber Methoden, mit denen Sie Ihre eigene Zahl finden. Dieser Beitrag erklärt die Umsatzmethode Schritt für Schritt, zeigt konkrete Beträge für verschiedene Umsätze und stellt drei weitere Wege vor, die oft besser zu kleinen Unternehmen passen. Am Ende wissen Sie, wie Sie Ihr Werbebudget sinnvoll festlegen und wie Sie prüfen, ob es sich lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Viele Unternehmen planen ihr Werbebudget als Anteil vom Umsatz. Faustregeln liegen häufig im einstelligen Prozentbereich, junge Unternehmen und neue Produkte investieren meist mehr.
- Rechnen Sie so: Jahresumsatz mal Prozentsatz ergibt das Jahresbudget, geteilt durch 12 das Monatsbudget und durch 30 das Tagesbudget.
- Der Umsatzanteil ist ein Ausgangspunkt, kein Naturgesetz. Prüfen Sie ihn immer gegen Ihre Marge und Ihr Ziel.
- Alternativ planen Sie rückwärts vom Ziel: gewünschte Ergebnisse geteilt durch Conversion-Rate mal Klickpreis.
- Der kostenlose Werbebudget Rechner rechnet beide Wege, mit Adsovo-Preisen und für CPC und CPM.
Inhaltsverzeichnis
- Die Umsatzmethode: So funktioniert sie
- Welcher Prozentsatz ist üblich?
- Beispiele: Was bedeuten die Prozente in Euro?
- Methode 2: Vom Ziel aus rückwärts rechnen
- Methode 3: Vom Kundenwert aus rechnen
- Methode 4: Test zuerst, Budget danach
- Welche Methode passt zu wem?
- Häufige Fehler bei der Budgetplanung
- Beispiel: Ein kleiner Online-Shop plant sein Jahresbudget
- Das Budget verteilen und kontrollieren
- Häufige Fragen
Die Umsatzmethode: So funktioniert sie
Bei der Umsatzmethode legen Sie fest, welchen Prozentsatz Ihres Umsatzes Sie für Werbung ausgeben. Die Rechnung ist einfach: Jahresumsatz mal Prozentsatz ergibt das Jahresbudget. Geteilt durch zwölf erhalten Sie das Monatsbudget, geteilt durch dreißig das Tagesbudget. Bei 120.000 Euro Jahresumsatz und 5 Prozent sind das 6.000 Euro im Jahr, 500 Euro im Monat und rund 16 Euro am Tag.
Der Reiz der Methode liegt in ihrer Einfachheit. Sie wächst mit dem Geschäft und verhindert, dass Sie in schwachen Monaten zu viel ausgeben. Ihre Schwäche: Sie dreht die Logik um. Werbung soll den Umsatz erzeugen, nicht von ihm abhängen. Wer wenig verkauft, hat danach auch wenig Werbebudget und kommt schwer aus dem Tief.
Welcher Prozentsatz ist üblich?
Einen verbindlichen Wert gibt es nicht. Faustregeln liegen häufig im einstelligen Prozentbereich, abhängig von Branche und Unternehmensphase. Etablierte Unternehmen mit festem Kundenstamm investieren oft weniger, junge Unternehmen und Neueinführungen deutlich mehr, weil sie Bekanntheit erst aufbauen müssen.
| Situation | Tendenz beim Umsatzanteil | Begründung |
|---|---|---|
| Etabliertes Unternehmen mit Stammkunden | niedriger | Ein Großteil des Umsatzes kommt ohne Werbung |
| Wachstumsphase | mittel bis höher | Neue Kunden brauchen Sichtbarkeit |
| Neues Unternehmen oder Produkt | höher | Bekanntheit muss erst entstehen |
| Geringe Marge | niedriger | Weniger Spielraum je Verkauf |
| Hohe Marge, digitales Produkt | höher möglich | Jeder Verkauf lässt viel Spielraum |
Entscheidend ist die Marge. Wer 20 Prozent Rohertrag erzielt, kann nicht 15 Prozent des Umsatzes in Werbung stecken. Der Zusammenhang ist im Beitrag ROAS berechnen erklärt.
Beispiele: Was bedeuten die Prozente in Euro?
Die Tabelle zeigt, was verschiedene Umsatzanteile pro Monat bedeuten. Sie macht schnell klar, dass selbst kleine Prozentsätze bei kleinen Umsätzen kleine Beträge ergeben.
| Jahresumsatz | 2 % pro Monat | 5 % pro Monat | 8 % pro Monat | 10 % pro Monat |
|---|---|---|---|---|
| 50.000 Euro | 83 Euro | 208 Euro | 333 Euro | 417 Euro |
| 100.000 Euro | 167 Euro | 417 Euro | 667 Euro | 833 Euro |
| 250.000 Euro | 417 Euro | 1.042 Euro | 1.667 Euro | 2.083 Euro |
| 500.000 Euro | 833 Euro | 2.083 Euro | 3.333 Euro | 4.167 Euro |
Was diese Beträge an Klicks bringen, hängt vom Preis ab. Bei Adsovo kostet ein gültiger Klick derzeit 0,15 Euro. Mit 208 Euro im Monat erhalten Sie demnach rund 1.390 Klicks. Bei Abrechnung pro 1.000 sichtbare Impressionen (2,00 Euro) wären es etwa 104.000 Einblendungen.
Methode 2: Vom Ziel aus rückwärts rechnen
Die zielbasierte Methode fragt: Was will ich erreichen, und was kostet das? Sie legen fest, wie viele Verkäufe oder Anfragen Sie pro Monat möchten, teilen diese Zahl durch Ihre Conversion-Rate und erhalten die nötigen Klicks. Mal Klickpreis ergibt das Budget.
Ein Beispiel: 30 Anfragen pro Monat bei 1,5 Prozent Conversion-Rate brauchen 2.000 Klicks. Bei 0,15 Euro je Klick sind das 300 Euro im Monat. Diese Methode ist genauer als der Umsatzanteil, setzt aber Annahmen zu Conversion-Rate und Klickpreis voraus. Sie lässt sich mit dem Werbebudget Rechner direkt nachrechnen. Die Conversion-Rate ermitteln Sie mit dem Beitrag Conversion-Rate berechnen.
Methode 3: Vom Kundenwert aus rechnen
Fragen Sie, was ein neuer Kunde Ihnen wert ist und wie viel Sie bereit sind, für ihn auszugeben. Verdient ein Kunde über die Zeit 200 Euro Rohertrag, können Sie vertretbar bis zu einem Bruchteil davon für die Gewinnung einsetzen. Aus dem erlaubten Preis pro Kunde und Ihrer Conversion-Rate ergibt sich der maximale Klickpreis.
Diese Rechnung verhindert, dass Sie ein Budget vorgeben, das sich nie rechnen kann. Die Formel für den Höchstpreis pro Klick steht im Beitrag Klickpreis berechnen, die für den Break-even im Beitrag ROAS berechnen.
Methode 4: Test zuerst, Budget danach
Wenn Sie noch keine Zahlen haben, ist die vernünftigste Methode ein Test mit festem Budget. Legen Sie einen Betrag fest, den Sie verlieren können, ohne dass es wehtut, und lernen Sie daraus Klickrate, Klickpreis und Conversion-Rate. Danach rechnen Sie mit echten Werten. Einen Plan für die ersten 100 Euro finden Sie im Beitrag Werbung testen mit kleinem Budget.
Welche Methode passt zu wem?
| Methode | Stärke | Schwäche | Eignet sich für |
|---|---|---|---|
| Umsatzanteil | Einfach, wächst mit dem Geschäft | Hängt von der Vergangenheit ab | Etablierte Unternehmen mit stabilem Umsatz |
| Zielbasiert | Genau, ergebnisorientiert | Braucht Annahmen | Wer ein klares Ziel hat |
| Kundenwert | Verhindert unrentable Budgets | Setzt Kundenwert voraus | Wiederkehrende Kunden, Abos, Dienstleistungen |
| Test zuerst | Geringes Risiko | Liefert zunächst nur Erkenntnisse | Alle, die neu starten |
Häufige Fehler bei der Budgetplanung
- Zu wenig für zu viele Kanäle: Wer 100 Euro auf fünf Kanäle verteilt, lernt aus keinem etwas.
- Kein Testanteil: Ohne Budget für Neues entwickeln sich Anzeigen nicht weiter.
- Budget ohne Ziel: Eine Zahl ohne erwartetes Ergebnis lässt sich nicht bewerten.
- Zu früh erhöhen: Mehr Geld macht eine schwache Zielseite nicht besser, es macht sie nur teurer.
- Zu früh abbrechen: Wenige Tage mit wenigen Klicks erlauben kein Urteil.
Beispiel: Ein kleiner Online-Shop plant sein Jahresbudget
Ein Shop mit 120.000 Euro Jahresumsatz und 35 Prozent Rohertragsmarge entscheidet sich für 5 Prozent Werbeanteil, also 6.000 Euro im Jahr oder 500 Euro im Monat. Der Break-even-ROAS liegt bei rund 2,9. Für 500 Euro braucht der Shop also mindestens rund 1.450 Euro Umsatz aus der Werbung, damit sie ohne Verlust läuft.
| Posten | Wert |
|---|---|
| Jahresumsatz | 120.000 Euro |
| Werbeanteil | 5 % |
| Monatsbudget | 500 Euro |
| Klicks bei 0,15 Euro | rund 3.330 |
| Conversion-Rate (Annahme) | 1,5 % |
| Bestellungen | rund 50 |
| Notwendiger Umsatz für Break-even | rund 1.450 Euro |
| Durchschnittlicher Warenkorb für Break-even | rund 29 Euro |
Liegt der durchschnittliche Warenkorb darüber, rechnet sich das Budget. Liegt er darunter, muss der Shop Conversion-Rate oder Warenkorbwert verbessern, bevor er das Budget erhöht.
Das Budget verteilen und kontrollieren
Wenn die Höhe feststeht, geht es um die Verteilung. Planen Sie etwa 80 Prozent für bewährte Anzeigen und 20 Prozent für Tests ein, damit Sie dazulernen, ohne die laufenden Ergebnisse zu gefährden. Setzen Sie bei Adsovo ein Tagesbudget und ein Gesamtbudget je Anzeige, damit nichts aus dem Ruder läuft. Saisonale Spitzen planen Sie mit dem Beitrag Saisonale Werbung planen ein.
Kontrollieren Sie monatlich drei Zahlen: Kosten pro Ergebnis, ROAS und den Anteil der Werbekosten am Umsatz. Liegt der Anteil dauerhaft über Ihrem Plan, ohne dass der Umsatz mitwächst, lohnt ein Blick auf Zielseite und Anzeigen.
Häufige Fragen
Wie viel Prozent vom Umsatz sollte man für Werbung ausgeben?
Einen festen Wert gibt es nicht. Faustregeln liegen häufig im einstelligen Prozentbereich, junge Unternehmen und neue Produkte investieren meist mehr. Entscheidend sind Marge und Ziel.
Wie berechne ich mein monatliches Werbebudget?
Jahresumsatz mal Prozentsatz geteilt durch 12. Bei 120.000 Euro Umsatz und 5 Prozent sind das 500 Euro im Monat.
Ist die Umsatzmethode die beste?
Sie ist die einfachste, nicht immer die beste. Wer ein klares Ziel hat, plant genauer vom Ziel aus. Wer neu startet, testet zuerst mit einem festen Betrag.
Mit welchem Budget kann ich bei Adsovo starten?
Der Einstieg ist ab 5 Euro Guthaben möglich, ohne Grundgebühr. Für aussagekräftige Tests planen Sie einige Dutzend Euro ein.
Wie prüfe ich, ob das Budget sinnvoll ist?
Vergleichen Sie Kosten pro Ergebnis und ROAS mit Ihrem Break-even. Liegt der ROAS darüber, rechnet sich das Budget, liegt er darunter, müssen Anzeigen oder Zielseite besser werden.
Fazit
Der Umsatzanteil ist ein brauchbarer Startpunkt, aber nur einer von mehreren. Kombinieren Sie ihn mit einer Rückwärtsrechnung vom Ziel, prüfen Sie ihn gegen Ihre Marge und lernen Sie aus einem kleinen Test. So entsteht ein Budget, das zu Ihrem Geschäft passt und das Sie jederzeit anpassen können. Der Werbebudget Rechner liefert die Zahlen dazu in Sekunden.