Was ist ein Werbenetzwerk? Ad Network einfach erklärt
Wer Werbung schalten oder mit einer Webseite Geld verdienen möchte, stolpert früh über den Begriff Werbenetzwerk, auch Ad Network genannt. Dahinter steckt ein einfaches Prinzip: Ein Vermittler bringt Anzeigen und Anzeigenplätze zusammen. Dieser Beitrag erklärt verständlich, was ein Werbenetzwerk ist, wie es technisch und wirtschaftlich funktioniert, welche Arten es gibt und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Werbenetzwerk verbindet Werbetreibende (Advertiser) mit Webseitenbetreibern (Publisher) und übernimmt Auslieferung, Messung und Abrechnung.
- Abgerechnet wird meist nach Klicks (CPC) oder nach 1.000 Einblendungen (CPM).
- Für Advertiser spart ein Netzwerk Zeit, weil sie nicht mit einzelnen Webseiten verhandeln müssen. Für Publisher ersetzt es den eigenen Anzeigenverkauf.
- Wichtige Auswahlkriterien sind Transparenz, Betrugsschutz, Preise, Auszahlungsbedingungen und die Qualität der Anzeigen.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Werbenetzwerk?
- Die Beteiligten im Überblick
- So funktioniert ein Werbenetzwerk Schritt für Schritt
- Abrechnungsmodelle: CPC, CPM und mehr
- Welche Arten von Werbenetzwerken gibt es?
- Vorteile für Advertiser
- Vorteile für Publisher
- Nachteile und Grenzen
- Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
- Werbenetzwerk, Ad-Exchange und Programmatic: Wo liegen die Unterschiede?
- Für wen eignet sich ein Werbenetzwerk?
- Beispiel: Eine Anzeige im Werbenetzwerk von A bis Z
- Begriffe rund um Werbenetzwerke
- Häufige Fragen
Was ist ein Werbenetzwerk?
Ein Werbenetzwerk ist ein Dienst, der Werbeflächen vieler Webseiten bündelt und Werbetreibenden anbietet. Statt jede Webseite einzeln anzusprechen, bucht ein Unternehmen seine Anzeige bei einem Netzwerk, das sie auf vielen passenden Seiten ausspielt. Auf der Gegenseite binden Webseitenbetreiber ein Skript des Netzwerks ein und erhalten Anzeigen, ohne selbst Werbekunden suchen zu müssen.
Der englische Begriff Ad Network bedeutet dasselbe. Werbenetzwerke bilden das Rückgrat der Display-Werbung im Internet. Auch Adsovo ist ein Werbenetzwerk: Advertiser schalten Anzeigen, Publisher stellen Plätze zur Verfügung.
Die Beteiligten im Überblick
| Rolle | Aufgabe | Nutzen |
|---|---|---|
| Advertiser | Schaltet Anzeigen und bezahlt für Leistung | Erreicht Besucher, Kunden und Bekanntheit |
| Publisher | Stellt Werbeplätze auf seiner Webseite bereit | Verdient an Impressionen und Klicks |
| Werbenetzwerk | Vermittelt, liefert aus, misst und rechnet ab | Erhält einen Anteil der Werbeausgaben |
| Besucher | Sieht die Anzeigen und klickt gegebenenfalls | Erhält relevante Angebote |
So funktioniert ein Werbenetzwerk Schritt für Schritt
- Der Publisher bindet ein Skript ein. Das Skript sorgt dafür, dass an definierten Stellen der Seite Anzeigen erscheinen.
- Der Advertiser legt eine Anzeige an. Er wählt Format, Banner, Ziel-Adresse, Themen, Budget und Abrechnungsart.
- Ein Besucher ruft die Seite auf. Das Skript fragt beim Netzwerk eine passende Anzeige an.
- Der Ad-Server wählt aus. Er prüft, welche Anzeigen zum Platz passen und alle Bedingungen erfüllen, etwa Budget, Zeitplan und Gerät.
- Die Anzeige wird ausgeliefert und gemessen. Das Netzwerk prüft, ob sie sichtbar war und ob ein Klick gültig ist.
- Abgerechnet wird nach Leistung. Der Advertiser zahlt, der Publisher erhält seinen Anteil, das Netzwerk behält den Rest.
Die technische Seite der Auslieferung erklärt der Beitrag Ad-Server erklärt. Auf der Seite So funktioniert Adsovo sehen Sie den Ablauf bei Adsovo.
Abrechnungsmodelle: CPC, CPM und mehr
Werbenetzwerke rechnen unterschiedlich ab. Die beiden häufigsten Modelle sind:
- CPC (Cost per Click): Der Advertiser zahlt nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Das passt, wenn Besucher auf eine Seite gelenkt werden sollen.
- CPM (Cost per Mille): Der Advertiser zahlt pro 1.000 sichtbare Einblendungen. Das passt, wenn Bekanntheit das Ziel ist.
Daneben gibt es Modelle nach Aktionen (CPA), etwa Anmeldungen oder Käufe. Welches Modell besser ist, hängt vom Ziel ab. Einen Vergleich bietet der Beitrag CPC oder CPM. Bei Adsovo zahlen Advertiser 0,15 Euro je gültigem Klick oder 2,00 Euro je 1.000 sichtbare Impressionen, Publisher erhalten 0,09 beziehungsweise 1,20 Euro, siehe Preise.
Welche Arten von Werbenetzwerken gibt es?
- Allgemeine Werbenetzwerke: Sie bedienen viele Themen und Branchen und bieten breite Reichweite.
- Nischennetzwerke: Sie konzentrieren sich auf ein Thema oder eine Branche und liefern gezieltere Zielgruppen.
- Performance-Netzwerke: Sie rechnen nach Aktionen ab und richten sich an Werbetreibende, die messbare Ergebnisse wollen.
- Mobile Netzwerke: Sie spezialisieren sich auf Anzeigen für Smartphones und Apps.
- Premium-Netzwerke: Sie vermarkten große Seiten mit sehr hoher Reichweite und stellen hohe Anforderungen an Publisher.
Einen Marktüberblick bietet der Beitrag Die 15 besten Werbenetzwerke. Für Einsteiger mit kleineren Seiten sind Netzwerke mit niedrigen Einstiegshürden interessant, wie Sie im Beitrag zur AdSense Alternative lesen.
Vorteile für Advertiser
- Reichweite aus einer Hand: Eine Anzeige erscheint auf vielen Seiten, ohne dass Sie einzeln verhandeln.
- Kontrolle über das Budget: Sie legen Tages- und Gesamtbudget fest und zahlen nach Leistung.
- Zielgruppenansprache: Themen, Geräte und Zeitpläne steuern, wo und wann Ihre Anzeige erscheint, siehe Targeting in der Online-Werbung.
- Messbarkeit: Berichte zeigen Impressionen, Klicks und Kosten, Conversion-Tracking die Ergebnisse, siehe Conversion-Tracking.
- Geringer Aufwand: Technik, Auslieferung und Abrechnung übernimmt das Netzwerk.
Vorteile für Publisher
- Einnahmen ohne eigenen Vertrieb: Sie müssen keine Werbekunden suchen.
- Einfache Einbindung: Ein Skript oder ein Plugin genügt, zum Beispiel das WordPress-Plugin.
- Automatische Platzierung: Anzeigen lassen sich automatisch zwischen Absätzen platzieren, siehe automatischen Anzeigen.
- Berichte in Echtzeit: Sie sehen, welche Seiten und Anzeigen wie viel einbringen.
- Flexibilität: Sie bestimmen, wo und in welcher Darstellung Anzeigen erscheinen.
Nachteile und Grenzen
Werbenetzwerke haben auch Schattenseiten, die Sie kennen sollten. Als Publisher geben Sie einen Teil der Kontrolle ab: Sie wählen die Anzeigen meist nicht einzeln aus. Die Einnahmen schwanken mit der Nachfrage der Werbetreibenden. Werbeblocker können Anzeigen verhindern, siehe Werbeblocker und Werbeeinnahmen. Als Advertiser müssen Sie auf Streuverluste achten, denn nicht jede Seite im Netzwerk passt zu Ihrer Zielgruppe. Schließlich gibt es Betrugsrisiken wie unechte Klicks, vor denen seriöse Netzwerke schützen, siehe Klickbetrug erkennen.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
- Transparente Preise: Sie sollten vorab wissen, was Sie zahlen oder verdienen.
- Betrugsschutz: Das Netzwerk sollte ungültige Klicks erkennen und nicht berechnen.
- Sichtbarkeitsmessung: Abgerechnet werden sollten sichtbare Impressionen.
- Faire Auszahlungsbedingungen: Mindestbetrag, Gebühren und Zahlungswege sollten klar sein.
- Kontrolle für beide Seiten: Budgets, Formate und Darstellungen sollten sich einstellen lassen.
- Datenschutz und Recht: Das Netzwerk sollte seine Datenverarbeitung offenlegen.
- Erreichbarer Support: Bei Fragen brauchen Sie echte Ansprechpartner.
Bei Adsovo gelten feste Preise, eine automatische Prüfung jedes Klicks, die Abrechnung sichtbarer Impressionen und eine Auszahlung ab 50 Euro. Mehr zum Schutz vor Missbrauch lesen Sie auf der Seite Klickbetrug-Schutz.
Werbenetzwerk, Ad-Exchange und Programmatic: Wo liegen die Unterschiede?
Im Umfeld des Begriffs tauchen weitere Wörter auf. Ein klassisches Werbenetzwerk bündelt Plätze und verkauft sie an Werbetreibende, oft mit festen Preisen. Eine Ad-Exchange ist eine Börse, auf der Plätze in Echtzeit versteigert werden. Programmatic Advertising bezeichnet den automatisierten Ein- und Verkauf von Werbung über solche Systeme. Die Begriffe überschneiden sich. Für kleine und mittlere Webseiten sind feste Preise und einfache Einbindung oft der bessere Einstieg. Mehr Hintergrund bietet der Beitrag Programmatic Advertising.
Für wen eignet sich ein Werbenetzwerk?
- Publisher mit regelmäßigen Besuchern: Blogs, Ratgeber, Magazine, Foren und Nischenseiten.
- Kleine und mittlere Unternehmen: Wer ohne Agentur und großes Budget Reichweite aufbauen möchte, siehe Online-Werbung für kleine Unternehmen.
- Online-Shops: Zur Gewinnung neuer Kunden, siehe Werbung für Online-Shops.
- Selbstständige und Dienstleister: Um Anfragen zu erhalten, siehe Lead-Generierung mit Display-Werbung.
Beispiel: Eine Anzeige im Werbenetzwerk von A bis Z
Ein Online-Shop für Gartenmöbel möchte neue Kunden gewinnen. Die Inhaberin legt bei einem Werbenetzwerk ein Banner im Format 300×250 an, trägt die Adresse der Aktionsseite ein, wählt die Themen "Garten" und "Wohnen", legt ein Tagesbudget von 10 Euro fest und wählt die Abrechnung pro Klick. Danach lädt sie Guthaben auf.
Auf einem Gartenblog ruft ein Besucher einen Beitrag über Balkonpflanzen auf. Das Skript des Blogs fragt beim Netzwerk eine passende Anzeige an. Der Ad-Server findet das Banner des Shops, prüft Budget, Zeitplan und Gerät und liefert es aus. Sieht der Besucher die Anzeige und klickt, prüft das Netzwerk den Klick, leitet auf die Aktionsseite weiter und bucht den Preis vom Guthaben ab. Der Blogbetreiber erhält seinen Anteil, das Netzwerk den Rest.
Im Bericht sieht die Inhaberin am nächsten Tag Impressionen, Klicks und Kosten. Mit Conversion-Tracking erkennt sie außerdem, wie viele Klicks zu Bestellungen führten, und kann die Anzeige gezielt verbessern. Eine ausführliche Anleitung bietet der Beitrag Erfolgreiche Kampagne erstellen.
Begriffe rund um Werbenetzwerke
- Impression: Eine Einblendung einer Anzeige.
- Klickrate (CTR): Anteil der Impressionen, die zu Klicks führen, siehe Was ist die CTR?.
- eCPM: Einnahmen je 1.000 Impressionen, siehe eCPM und RPM erklärt.
- Viewability: Sichtbarkeit einer Anzeige im Browser, siehe Sichtbare Impressionen.
- Targeting: Gezielte Ausspielung an bestimmte Zielgruppen, siehe Targeting in der Online-Werbung.
- Conversion: Ein gewünschtes Ergebnis nach dem Klick, etwa ein Kauf.
- Ad-Fraud: Betrügerische Klicks oder Impressionen, die nicht gezählt werden sollten.
Weitere Begriffe erklärt das Glossar.
Häufige Fragen
Was ist ein Werbenetzwerk einfach erklärt?
Ein Werbenetzwerk vermittelt zwischen Werbetreibenden und Webseitenbetreibern. Es liefert Anzeigen auf passenden Webseiten aus, misst die Leistung und rechnet ab.
Was bedeutet Ad Network?
Ad Network ist der englische Begriff für Werbenetzwerk. Gemeint ist ein Dienst, der Anzeigen und Werbeplätze vieler Seiten verbindet.
Wie verdient ein Werbenetzwerk Geld?
Es behält einen Teil der Werbeausgaben. Bei Adsovo zahlt der Advertiser 0,15 Euro je Klick, der Publisher erhält 0,09 Euro. Die Differenz bleibt beim Netzwerk.
Was ist der Unterschied zwischen CPC und CPM?
Bei CPC zahlt der Advertiser pro Klick, bei CPM pro 1.000 sichtbare Impressionen. CPC passt zu Traffic-Zielen, CPM zu Bekanntheit.
Brauche ich als Publisher viele Besucher?
Für den Einstieg nicht. Die Einnahmen wachsen aber mit der Reichweite. Mit wenigen Besuchern sind sie zunächst gering.
Ist ein Werbenetzwerk sicher?
Seriöse Netzwerke prüfen Klicks, messen Sichtbarkeit und legen Preise und Regeln offen. Achten Sie auf Betrugsschutz, Transparenz und Support.
Fazit
Ein Werbenetzwerk macht Online-Werbung für beide Seiten einfacher: Advertiser erreichen viele Seiten mit einer Anzeige, Publisher verdienen ohne eigenen Vertrieb. Entscheidend sind Transparenz, Betrugsschutz und faire Bedingungen. Wer beides vergleicht, findet das passende Netzwerk. Mehr zur Anmeldung als Werbetreibender finden Sie auf der Seite Werbung schalten, Informationen für Webseitenbetreiber auf Für Publisher.